Zum Nachdenken

  1. Sehen wir, dass die Erde rund ist? Nein.
  2. Leben wir so, als sei sie rund? Ja.
  3. Erleben wir, dass die Erde rund ist? Ja.

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Gleiche Fragelogik anderes Thema:

  1. Sehen wir, dass die Schöpfung vollkommen ist? ______
  2. Leben wir so, als sei sie vollkommen? _____
  3. Erleben wir, dass die Schöpfung vollkommen ist? _____

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  • Was führt dazu, dass Frage zwei mit Ja oder Nein beantwortet wird?
  • Welche Auswirkung ergibt das für Frage drei und eins?
  • Die Fragelogik kann für alle Themen verwendet werden.
  • Die Stellschraube ist bei Frage zwei, doch wie oft dreht man sich um die beiden anderen…?

Nachdenken macht (zumindest mir) Spaß… :) …weil es immer etwas ändert.

 

Das Gute suchen heißt, es finden.

Suchen = Finden

Einige Freunde sitzen beisammen. Einer erzählt, wie schlecht es ihm geht. Er zählt alles Schlimme auf.

“Ihr braucht doch nur in die Zeitungen zu sehen, überall so viel Schlechtes.”, jammert er. Alle nicken mit ernster Miene.

Nur einer nicht. Er öffnet seine Tasche und holt dieses Foto heraus:

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Er sagt: “Nimm ein Glas und einen Beutel voller bunter Steine und spiele das Spiel “Suchen = Finden”. Es geht so:

Immer wenn Du etwas Gutes siehst, wenn Dir etwas Gutes widerfährt oder Du etwas Gutes tust, dann nimm einen Stein aus dem Beutel und lege ihn in das Glas. In ein paar Wochen erzählst Du uns dann zu jedem Stein im Glas, warum Du ihn aus dem undurchsichtigen Beutel in das durchsichtige Glas gelegt hast. Welches Ereignis des Guten Du also wahrgenommen hast, so dass Du einen Stein ins Glas legen durftest.” Nach einigen Sekunden des Schweigens sagt er noch: “Hast Du das Bild genau angesehen? Hast Du die Textstelle gelesen?”

Wonach gesucht wird, das wird gefunden. Wer sucht wirklich nach dem Guten….nach Gott?

Jeremia 29:13,14
…wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, dann werde ich mich von euch finden lassen, sagt der Herr…

Vertrauen

Vertrauen ist auch: „Sich auf etwas verlassen“.

Kahle Bäume im Winter. Wir verlassen uns darauf, dass bald die Knospen sprießen.

Samen im kargen Boden. Wir verlassen uns darauf, dass sie aufgehen.

Nacht. Wir verlassen uns darauf, dass der Sonnenaufgang kommt.

Dieses Vertrauen braucht kein Nachdenken. Es ist da. Es ist so natürlich, so fest, dass man sich nicht ständig sagen muss: „Oh ich vertraue jetzt darauf, dass die Sonne aufgehen wird.“ Unser Vertrauen ist zu diesen Punkten Wissen.

Sieht der winterliche Baum nach Leben aus? Oder das Feld, das brach liegt? Oder die dunkle Nacht?

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Sieht der Baum danach aus, dass er tief in sich alle Nährstoffe aufbewahrt, die im rechten Moment eingesetzt werden? Oder der Same, dass er alles in sich trägt, um sich schließlich zu entfalten? Bemerken wir, dass die Erde sich dreht?

Dreimal: Nein. Und dennoch geschieht es permanent. Wir wissen es und können geduldig sein, bis es sichtbar wird. Geduld ist so betrachtet das Wissen über das permanente Vorgehen dieser lebendigen Prozesse.

Tief im Sein hat der Mensch alle Nährstoffe des Lebens. Tief im Sein formieren sich permanent Lösungen. Tief im Sein strebt der Mensch der Lebenssonne zu.

Manchmal sehen wir es nicht. Bemerken es nicht, aber:

Wir dürfen uns darauf verlassen, dass die Blätter und Blüten des Lebens sichtbar werden. Wir dürfen uns darauf verlassen, dass der Same gerade jetzt von den Kräften des Lebens genährt ist, um im rechten Moment die Schale zu durchbrechen.

Wir dürfen uns darauf verlassen, dass jede Nacht vom Tag erlöst wird.

So wird Vertrauen zu Gewissheit.

So wird Geduld zur Gewissheit des Guten.

 

Vom Loslassen

Ein Mann hat schon lange große Schmerzen. Er trifft einen Freund und erzählt diesem mit kläglicher Stimme: “Ich habe solche Schmerzen! Bitte hilf mir.“

Der Freund sieht ihn an und bemerkt, dass der Mann einen Kaktus fest in seiner Hand hält. Freudig sagt er: „Oh, das ist einfach. Öffne deine Hand und lass den Kaktus los, dann ist die Ursache weg und der Rest heilt schnell.“

Der Mann sagt: „Mit einem Kaktus hat das gar nichts zu tun. Außerdem, was verlangst Du da von einem Leidenden. Ich kann in diesem Zustand gar nichts tun. Erst muss der Schmerz aufhören, dann habe ich die Kraft die Hand zu öffnen.“

„Alles ist schwer, bevor es leicht ist.“                                                             Kaktus

-Thomas Fuller-

 

Fata Morgana

Überlegungen an Hand einer Fata Morgana                            FataM                    FataM

Fragen an sich selbst:                                                                               FataM

  1. Ist eine Fata Morgana substanziell? Ist sie das, was sie scheint zu sein?
  2. Verschwindet sie aus der Wahrnehmung, wenn man darauf starrt und sich dabei immer wieder klar macht, dass sie nicht substanziell ist?
  3. Wie geht man als Wanderer in der Wüste am besten mit einer Fata Morgana um? Auf was sollte sich der Wanderer in der Wüste wohl am besten konzentrieren?

Das Ziel fest im Blick

Drei Freunde sind seit Tagen auf dem Weg durch die Wüste. Sie kennen ihr Ziel und sie wissen, dass es Fata Morganen gibt. Sie wissen, dass diese Luftspiegelungen in die Irre führen. Müde und verschwitzt schreiten sie vorwärts.

„Schau! Dort ist eine Oase!“ ruft der eine. Und tatsächlich, dort in der Ferne! Könnte das nicht echtes Wasser sein? „Nein! Lass dich nicht täuschen! Wir müssen immer einfach nur gerade aus. Komm weiter!“ rufen die beiden anderen. Doch er hört nicht auf sie und rennt auf die vermeintliche Oase zu. Seine Freunde versuchen ihn aufzuhalten. Es gelingt nicht.

Sie gehen weiter. Immer wieder schielen sie zu der Luftspiegelung. Sie verschwindet einfach nicht. Könnte es nicht doch etwas Wahres sein? Es sieht doch so echt aus. So substanziell. Einer der beiden gibt sich den tollsten Vorstellungen hin: Wie er ins Wasser springt, plantscht, sich erfrischt. Diese Oase sieht doch so echt aus! Er setzt sich und starrt auf die Oase. „Wenn sie nicht echt wäre, dann könnte ich sie doch nicht sehen.“, denkt er. „Sie muss echt sein, weil ich sie sehe.“ Und so setzt er sich hin und starrt auf die Oase.

Sein Freund versucht ihn zum Weitergehen zu animieren. Vergeblich. So lässt er ihn, dreht sich um und geht weiter…den Blick noch fester auf das Ziel gerichtet, hoffend, dass seine Freunde bald erkennen, was Sache ist und fester denn je entschlossen, sich von keiner Fata Morgana in den Bann ziehen zu lassen.

Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes Jahr 2014.

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